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  1. Was ist Bühnentanz?
    Bühnentanz setzt sich aus einer Vielzahl unterschiedlichster Tanzstile zusammen. Der Klassische Tanz spielt dabei als Basis eine wichtige Rolle. Hier wird ein Bewegungsvokabular erarbeitet, auf das auch in zeitgenössischen Tanzstilen mit Vorteil zurückgegriffen werden kann. Jazztanz, Steptanz, Modern Dance, Musical Dance, Flamenco u. a. fallen ebenso unter die Kategorie Bühnentanz.


  2. Warum wird man Tänzer?
    Tänzerinnen und Tänzer folgen in der Regel einer inneren Berufung; Sie folgen so zu sagen einem inneren Drang. Oft fallen diese Kinder durch ein natürliches Rhythmusgefühl, eine schlanke Gestalt oder das sich zu Musik bewegen wollen, auf. Sie «können einfach nicht anders» die Begeisterung für den Tanz ist für sie ein natürliches Lebensgefühl . Und wenn nach einer 6-jährigen Ausbildung Körper, Geist, Seele und Musik auf der Bühne zu einer Einheit verschmelzen, dann wird der Traum vom Tanz Wirklichkeit!


  3. Wann sollte man damit anfangen? Wie lange dauert die Ausbildung?
    Der Tanzunterricht kann eigentlich kaum zu früh anfangen; allerdings
    muss auf einen altersgerechten Aufbau geachtet werden.
    In den Vorbereitungsklassen werden kindgerechte Übungen
    für den Klassischen Tanz und tänzerische Gestaltung gemacht.
    Die Mädchen führen wir erst ab ca. zwölf Jahren an den
    Spitzentanz heran. Auch Charaktertanz wird erst ab
    dieser Alterstufe angeboten. Die professionelle
    Berufsausbildung dauert bei uns ca.6 Jahre, und ist
    untergliedert in das Grundstudium und die Berufs-
    ausbildung (Hauptstudium).


  4. Wie kann ich mich zum Vortanzen anmelden?

    Vorbereitungsklassen
    Ein individuelles Vortanzen während des Jahres im Rahmen einer Unterrichtslektion ist nach Absprache möglich. Bitte wenden Sie sich an das Sekretariat zur Vereinbarung eines Termins.

    Grundstudium
    Für Interessenten des Grundstudiums bieten wir regelmässig Schnupperwochen mit anschliessendem Eignungstest an. Auch ein individuelles Vortanzen während des Jahres im Rahmen einer Unterrichtslektion ist nach Absprache möglich. Bitte wenden Sie sich an das Sekretariat zur Vereinbarung eines Termins.

    Hauptstudium
    Bitte senden Sie uns ihren Lebenslauf (schulisch, tänzerisch)/Ihr CV, zusammen mit 1-2 Ganzkörperaufnahmen im Trikot und einem Video oder DVD. Die Schulleitung wird gerne überprüfen, ob Sie zu einem Vortanztermin eingeladen werden können. Anmeldeformular siehe Download Schulunterlagen.

    Sekretariat Tanz Akademie Zürich
    Tel: +41 43 446 50 30, Fax: +41 43 446 55 19,
    e-Mail: info.tanz@zhdk.ch
    Baslerstrasse 30, CH-8048 Zürich


  5. Wie wird die Tanzausbildung mit dem (Sekundar-)Schulunterricht kombiniert?
    Zurzeit erarbeiten wir ein ganzheitliches Programm, das den Schulunterricht in enger Abstimmung mit der Tanzausbildung vorsieht, so dass zu physiologisch sinnvollen Zeiten trainiert werden kann. Auch wird das Schulunterrichtsprogramm beider Schulformen den individuellen Belastungen der Schülerinnen und Schüler angepasst.


  6. Welches sind die Unterrichtssprachen?
    Der Tanz-Unterricht wird in der Regel auf deutsch und englisch abgehalten, ebenso Musikgeschichte und -theorie. Geschichte, Tanzgeschichte und Tanzmedizin werden ebenfalls auf deutsch und englisch angeboten. Die deutschsprachigen Studierenden erhalten Englischunterricht auf verschiedenen Niveaus; die internationalen Schüler erhalten zusätzlich Deutschunterricht.


  7. Wo können die Studierenden wohnen?
    Seit Herbst 2007 organisiert die Tanz Akademie Zürich die Unterbringung von Schüler/Innen aus anderen Schweizer Städten und Kantonen sowie von ausländischen Studierenden auf Wunsch im schuleigenen Internat. Professionelle Fachpersonen betreuen die Kinder und Jugendlichen rund um die Uhr. Auskunft erteilt das Sekretariat resp. die Internatsleitung.


  8. Was kostet die Ausbildung?
    Der Unterricht an der Tanz Akademie Zürich kostet pro Semester CHF 1'000.–, im 3.–8. Semester der Berufsausbildung CHF 1'150.–.


  9. Wie sind die Berufsaussichten nach dem Abschluss?
    Die Berufsaussichten sind sehr gut, da den Studierenden ein nationaler wie auch internationaler Markt von Tanzkompanien offen steht. Die Zahl der institutionellen und freien Tanzensembles in der Schweiz nimmt zu. Auch der Bedarf an Tänzern in Theater-, Show-, Musical- oder TV-Produktionen steigt. Entscheidend ist jedoch die Qualität des Studierenden und die Bereitschaft zu räumlicher und zeitlicher Flexibilität.


  10. Wie sieht der berufliche Werdegang eines Tänzers aus?
    In der Regel bewerben sich die Absolventen noch im letzten Jahr der professionellen Bühnentanzausbildung bei nationalen und internationalen Kompanien durch Vortanzen bei Auditions. Meist schliessen sich mehrjährige Engagements an verschiedenen Häusern an, wobei die Stationen „Gruppe“ (Corps de Ballet), Demi-Solotänzer, Solotänzer bis hin zum Ersten Solisten heissen können. Auch Gast- und Projektverträge sind häufig.


  11. Welche anderen Perspektiven hat ein ausgebildete/r Tänzer/in?
    Tänzer entwickeln Fähigkeiten und Qualitäten, die in vielen Berufen vorteilhaft sind. Sie sind es gewohnt konzentriert zu arbeiten, Anweisungen zu befolgen, Ideen umzusetzen, Kritik anzunehmen und konstruktiv damit umzugehen. Sie fühlen sich als Teil einer Gemeinschaft und übernehmen grosse Team- aber auch Eigenverantwortung. Das Diplom für Bühnentanz vom Kanton Zürich wird seit Februar 2003 als höherer Fachschulabschluss anerkannt.


  12. Was kann ein Tänzer nach seiner aktiven Bühnenkarriere alles machen?
    Bereits während ihrer aktiven Bühnenkarriere bilden sich Tänzerinnen und Tänzer in Form von Weiterbildungen stetig fort. Viele sind danach in den verschiedensten künstlerischen Bereichen tätig. Selbstverständlich versuchen viele im Theaterbetrieb oder an Tanzausbildungsstätten als Ballettmeister/in, Choreograph/in oder als Lehrpersonen tätig zu werden. Etliche Bühnentänzer gründen eigene Ballettschulen. Es gibt verschiedene administrative, organisatorische oder forscherische Tätigkeiten im Tanzbereich, z. B. auf Hochschulebene. Aber auch Entwicklungen im medizinischen Sektor, z. B. in der Physiotherapie sind möglich.